Freitagsansprache

vom 22.01.21:

Nach tašahhud, taʿawwuḏ und der Rezitation der Sure al-Fātiḥa sagte HudhurABA:

Heute werde ich beginnen über Hadhrat UsmanRA zu berichten. Dies wird einige Wochen andauern. Insha’Allah. Das Erste, was man über Hadhrat UsmanRA wissen sollte, ist, dass er nicht selbst an der Schlacht von Badr teilnahm, aber er gehörte zu den acht glückseligen Gefährten, denen der Heilige ProphetSAW die Kriegsbeute zukommen ließ und sie somit zu den Teilnehmern an der Schlacht von Badr zählte.

Sein vollständiger Name lautet Usman bin Affan bin Abul Aas bin Umayya bin Abd-e Shams bin Abd-e Manaf bin Qusayy bin Qilab. Sein Stamm trifft sich nach fünf Generationen mit dem Heiligen ProphetenSAW bei Abd-e Manaf. Der Name seiner Mutter war Arwa bint Quraiz und seine Großmutter mütterlicherseits war Umme Haqeem Baiza Bint Abdul Mutalib. Sie war die leibliche Schwester des Vaters des Heiligen ProphetenSAW Abdullah. Gemäß einer Überlieferung waren der Vater des Heiligen ProphetenSAW Hadhrat Abdullah und die Großmutter mütterlicherseits von Hadhrat UsmanRA Umme Haqeem Baiza Bint Abdul Mutalib Zwillinge. Die Mutter von Hadhrat UsmanRA Arwah bint Quraiz hat nach dem Friedensvertrag von Hudaibiya den Islam angenommen und sie wanderte von Mekka nach Medina aus. Sie verstarb in der Khilafat-Ära ihres Sohnes Hadhrat UsmanRA. Sein Vater ist vor dem Aufkommen des Islam bereits verstorben. Über die Kunniya von Hadhrat UsmanRA wird gesagt, dass er vor dem Aufkommen des Islam Abu Amr genannt wurde. Als die Tochter Hadhrat RuqaiyyaRA des Heiligen ProphetenSAW ihm Abdullah gebar, wurde er unter den Muslimen als Abu Abdullah bekannt. Gemäß der Überlieferung von Ibn-e Ishaq, hat der Heilige ProphetSAW seine Tochter mit Hadhrat UsmanSAW vermählt. Sie verstarb zu der Zeit der Schlacht von Badr. Der Heilige ProphetSAW ließ seine zweite Tochter, die Schwester von Ruqaiyya Hadhrat Umme KulsumRA mit Hadhrat UsmanRA vermählen. So wurde Hadhrat UsmanRA auch als ḏū n-nūrayn [Der Besitzer von zwei Lichtern] bekannt. Es wird auch berichtet, dass er ḏū n-nūrayn genannt wurde, weil er in jeder Nacht beim Verrichten des Namāz-e tahaǧǧud den Heiligen Qur’an sehr viel rezitierte. Da der Heilige Qur’an ein Licht ist und das Wachen in der Nacht ein Licht ist, wurde er als ḏū n-nūrayn, nämlich der Besitzer von zwei Lichter bekannt. Das steht auch in einer Überlieferung.

Über die Geburt von Hadhrat UsmanRA gibt es eine authentische Überlieferung. Sie besagt, dass er sechs Jahre nach dem Jahr der Elefanten[1] in Mekka geboren wurde. Es heißt auch, dass er in Taif geboren wurde. Er war ca. fünf Jahre jünger als der Heilige ProphetSAW.

Über seine Annahme des Islams berichtet Yazeed Bin Roman: „Einmal waren Hadhrat Usman bin AffanRA und Hadhrat Talha bin UbaidullahRA zusammen und sie folgten Zubair Bin AwwamRA. Als die beiden schließlich beim Heiligen ProphetenSAW waren, verkündete der Heilige ProphetSAW die Botschaft des Islam. Er rezitiere den Heiligen Qur’an und berichtete über die Lehre und Rechte des Islam und versprach ihnen eine erhabene Bindung mit Allah. Beide, Hadhrat UsmanRA und Hadhrat TalhaRA nahmen den Islam an und bezeugten die Wahrhaftigkeit des Heiligen ProphetenSAW. Hadhrat UsmanRA sagte dem Heiligen ProphetenSAW: „O Prophet AllahsSAW! Ich bin aus Syrien zurückgekehrt. Wir rasteten zwischen Muaan und Zarqa“. Muaan ist im Norden Jordans. Das ist eine Stadt in der Nähe von Hijaaz. Zarka liegt auch in der Nähe von Muaan. Er sagte: „Wir rasteten und schliefen dort, wo ich nachts jemanden rufen hörte. Er rief: O, ihr Schlafenden. Wacht auf. Gewiss, Ahmad ist in Mekka erschienen. Als wir nach Mekka zurückkehrten, haben wir über Sie gehört.“

Hadhrat UsmanRA gehört zu den ersten Menschen, die den Islam annahmen, bevor der Heilige ProphetSAW das Dar-e-Arqam als Zentrum festlegte. Nach der Annahme des Islams wurde auch er verfolgt.

Musa Bin Muhammad überliefert von seinem Vater: „Als Hadhrat Usman bin Affan den Islam annahm, band ihn sein Onkel Haqam Bin Abul Aas Bin Ummaya mit Seilen fest. Er sagte: „Willst du die Religion deiner Vorväter verlassen und einen neuen Glauben annehmen? Ich werde dich nicht loslassen, bis du nicht deine neue Religion ablegst.“ Hadhrat UsmanRA antwortete: „Ich schwöre bei Allah! Ich werde niemals von meinem Glauben abkehren. Ich werde diesen niemals verlassen. Als sein Onkel Haqam dies sah, war er gezwungen, ihn freizulassen.“

Über die Hochzeit von Hadhrat RuqaiyyaRA heißt es, dass der Heilige ProphetSAW vor seinem Prophetentum die Ehe von Hadhrat RuqaiyyaRA mit dem Sohn von Abu Lahab, Utbah festlegte. Die Ehe ihrer Schwester Hadhrat Umme KulsumRA wurde mit dem Bruder von Utbah, Utayba festgelegt. Als die Sure al-Masad, also Sure al-Lahab offenbart wurde, sagte der Vater Abu Lahab zu seinen Söhnen: „Wenn ihr beide nicht die Töchter von MuhammadSAW verlässt, dann werde ich mit euch beiden nichts zu tun haben“ Beide Söhne ließen sich von den Töchtern des Heiligen ProphetenSAW scheiden. Danach heiratete Hadhrat UsmanRA in Mekka Hadhrat RuqaiyyaRA und wanderte nach Abessinien aus.  Hadhrat UsmanRA und Hadhrat RuqaiyyaRA waren für ihre besondere Schönheit bekannt. Es heißt: (arabisch) „Das schönste Paar, das ein Mensch je gesehen hat, sind Hadhrat RuqaiyyaRA und ihr Ehemann Hadhrat UsmanRA.“

Abdur Rahman Bin Usman Qurshi überliefert, dass der Heilige ProphetSAW zu seiner Tochter kam. Sie wusch den Kopf ihres Ehemannes. Der Heilige ProphetSAW sagte: „O Tochter! Kümmere dich gut um Abdullah! Sicherlich entspricht er unter meinen Gefährten am meisten meinen moralischen Eigenschaften.“

Ibn-e-Ishaaq schreibt: Der Heilige ProphetSAW sah, dass seine Gefährten Drangsal erlitten und erSAW aufgrund seines Standes und seiner Ehre zu Allah und aufgrund der Tatsache, dass Abu Talib sein Onkel war, in Sicherheit war. Also, dass erSAW in Sicherheit war, wohingegen die Gefährten Drangsal erlitten und es nicht in seinerSAW Kraft lag diese zu unterbinden. (Obwohl erSAW selbst etwas in Sicherheit war, hatte er nicht die Macht die Gefährten von der Pein zu befreien.) Dies in Betracht ziehend, sagte erSAW zu den Gefährten: Wenn ihr gen Abessinien geht, ist dort ein König, unter dessen Herrschaft niemand Pein erdulden muss. Es ist ein Ort der Wahrheit und des Friedens. Ferner wird Allah euch dort aus dieser Drangsal befreien, in der ihr euch (derzeit) befindet.

Daraufhin sind die Gefährten, aus der Furcht vor Unfrieden, für ihren Glauben bzw. für Allah nach Abessinien gezogen. Dies war die erste Auswanderung im Islam. Unter den Gefährten, die nach Abessinien auswanderten, waren auch Hadhrat UsmanRA und seine Ehefrau Hazrat RuqaiyyaRA.

Hadhrat AnasRA überliefert, dass als Hadhrat UsmanRA sich auf den Weg nach Abessinien machte, begleitete ihn auch Hadhrat RuqaiyyaRA. Ihre Nachricht erreichte den Propheten mit etwas Verspätung. Es war nicht klar, ob die Auswanderung begonnen hat, wieweit sie gekommen sind, wie es ihnen geht – weswegen erSAW‚ draußen‘ stehend auf eine Nachricht diesbezüglich wartete. Dann kam eine Frau, die ihmSAW bezüglich ihnen (Hadhrat UsmanRA und Hadhrat RuqaiyyaRA) Botschaft überbrachte. Darauf Bezug nehmend sagte der Heilige ProphetSAW, dass Hadhrat UsmanRA – nach Hadhrat LotAS – die erste Person ist, die mit seiner Familie eine Auswanderung unternommen hat.

Hadhrat Saad berichtet, dass als Hadhrat Usman bin AffanRA beschloss, nach Abessinien auszuwandern, der Heilige ProphetSAW sagte: „Nimm Ruqaiyya als deine Weggefährtin mit. Ich denke, dass ihr euch gegenseitig ermutigen werdet.“ D. h., wenn ihr zu zweit seid, ihr einander bestärken werdet. 

Der Heilige ProphetSAW sagte hiernach zu Hadhrat Asma bint Abu BakrRA: Gehe und informiere mich über ihren Zustand. (Ob sie bereits losgezogen sind oder noch hier weilen.)

Als Hadhrat AsmaRA zurückkehrte, war ebenfalls Hadhrat Abu BakrRA beim Heiligen ProphetenSAW anwesend. Sie sagte: „Hadhrat UsmanRA hat auf ein Maultier eine Decke für Hadhrat RuqaiyyaRA zum Sitzen gelegt und beide sind gen Meer losgezogen.“ Daraufhin sagte der Heilige ProphetSAW: „O Abu Bakr! Nach Hadhrat LotAS und Hadhrat AbrahamAS gehören diese beiden zu den ersten, die ausgewandert sind.“

Die Begebenheit der Rückreise aus Abessinien ist auch erwähnt. Ibn-e Ishaq schreibt: Die Gefährten des Heiligen ProphetenSAW, die nach Abessinien ausgewandert sind, haben die Nachricht erhalten, dass die Mekkaner den Islam angenommen haben. Die Auswanderer sind daher von Abessinien wieder zurück nach Mekka gezogen. Als sie in die Nähe Mekkas gelangten, haben sie erfahren, dass dies eine Falschmeldung ist. Sie sind dann im Verborgenen oder im Schutz einer anderen Person nach Mekka gekommen. Einige unter ihnen waren jene, die auch nach Medina ausgewandert sind und an der Seite des Heiligen ProphetenSAW in der Schlacht von Badr und Uhud gekämpft haben. Einige andere wurden von den Ungläubigen in Mekka daran gehindert und sie konnten beispielsweise nicht an der Schlacht von Badr teilnehmen. Hadhrat UsmanRA und seine Ehefrau Hadhrat RuqaiyyaRA gehörten auch unter denjenigen, die von Abessinien nach Mekka zurückgekommen sind und von Mekka nach Medina ausgewandert sind. Es heißt, dass Hadhrat UsmanRA einige Jahre in Abessinien verbracht hat. Als einige Gefährten, nach dem Vernehmen der falschen Nachricht, dass die Quraisch den Islam angenommen haben, in ihre Heimat zurückgekehrt sind, kehrte auch Hadhrat UsmanRA zurück. Angekommen erfuhren sie, dass die Nachricht falsch war. Aus diesem Grund sind einige Gefährten erneut nach Abessinien zurückgekehrt. Hadhrat UsmanRA ist indes in Mekka verblieben, bis sich die Möglichkeit für eine Auswanderung nach Medina ergab. Der Heilige ProphetSAW hat seine Gefährten dazu aufgerufen nach Medina auszuwandern. Dabei ist Hadhrat UsmanRA ebenfalls mit seiner Familie nach Medina ausgewandert.

In einer Überlieferung heißt es, dass Hadhrat UsmanRA erneut nach Abessinien ausgewandert ist. Indes ist in den meisten Biografien nicht von einer weiteren Auswanderung nach Abessinien die Rede. Die zweite Auswanderung nach Abessinien, die in den Biografien und Überlieferungen erwähnt ist, wird von den Biografen, die mit Sorgfalt umgegangen sind, nicht in vollständiger Weise als authentisch übernommen. Denn es ist aus Sicht der dirāyat[2] nicht möglich.

Hadhrat Mirza Bashir Ahmad SahibRA schreibt über seine Nachforschungen in Bezug auf die Auswanderung nach Abessinien in seinem Buch „Sīrat ḫātamu nnabiyyīn[3]“. Ich habe bereits einige Passagen bei der Erwähnung von anderen Gefährten zitiert, dennoch ist es hier ebenso angebracht. Die Forschungsarbeit von Mirza Bashir Ahmad SahibRA ist folgendermaßen. ErRA schreibt:

Als das Leid der Muslime ihren Höhepunkt erreichte und die Quraisch mit ihren Grausamkeiten immer weiter voranschritten, unterwies der Heilige ProphetSAW die Muslime, nach Abessinien auszuwandern. Er sagte: „Der König von Abessinien ist unparteiisch und gerecht. In seinem Reich wird niemand tyrannisiert.“ Das Land Abessinien, welches als Äthiopien oder Abessinien bekannt ist, liegt im Nordosten des afrikanischen Kontinents. Es liegt genau gegenüber dem südlichen Arabien, dazwischen befindet sich nur das Rote Meer. Zu jener Zeit stand Abessinien unter einer stabilen christlichen Herrschaft und der dortige König trug den Titel ‚Negus. Bis heute wird der dortige Herrscher mit diesem Namen angesprochen. (Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Sahib hat dies zu der Zeit geäußert.)

Mit Abessinien pflegte Arabien Handelsbeziehungen und Aksum war zu jener Zeit die Hauptstadt des Landes. Sie lag nahe der heutigen Stadt Adowa und wird bis heute als heilige Stadt verehrt. Aksum war in jenen Tagen das Zentrum einer sehr starken Herrschaft. Der tatsächliche Name des damaligen Negus war Asḥama und er war ein gerechter, wachsamer und mächtiger König. Zumindest wies der Heilige ProphetSAW die Muslime, als ihr Leiden den Höhepunkt erreichte, an, nach Abessinien auszuwandern, wenn es sich denn bewerkstelligen ließe. So wanderten nach dem Aufruf des Heiligen ProphetenSAW im raǧab, dem fünften Jahr nach dem Prophetentum, elf Männer und vier Frauen nach Abessinien aus. Darunter sind die folgenden Namen die Bekanntesten: Hadhrat Usman bin AffanRA und seine Frau RuqaiyyaRA, welche die Tochter des Heiligen Propheten (saw) war, Abdu r-Raḥman bin AufRA, Zubair bin al-AwwamRA, Abu Huzaifa bin UtbaRA, Usman bin MazʿunRA, Musʿab bin UmairRA, Abu Salama bin Abdi l-AsadRA und seine Frau Umme SalamaRA.

Hadhrat Mirza Bashir Ahmad SahibRA schreibt weiter:

Auffällig ist, dass die Mehrheit der früheren Auswanderer jene waren, die zu den mächtigen Stämmen gehörten und sich nur vereinzelt Schwächere unter ihnen befanden. Dadurch kann man zwei Dinge feststellen: Erstens, dass diejenigen, die zu den mächtigeren Stämmen gehörten, genauso wenig sicher waren vor den Gräueltaten der Quraisch wie die Schwächeren, die Sklaven etc., die, und das ist die zweite Feststellung, in jenen Tagen in einem solch gebrechlichen und hilflosen Zustand waren, dass sie nicht einmal die Kraft hatten, auszuwandern. Als diese Auswanderer auf ihrer Reise nach Süden Shaiba erreichten, welches zur damaligen Zeit ein Seehafen Arabiens war, trafen sie durch die Gnade Allahs auf ein Handelsschiff, welches sich gerade bereit gemacht hatte, nach Abessinien zu fahren. So stiegen sie alle unbehelligt auf das Schiff und es stach in See. Die Quraisch von Mekka waren, als sie von ihrer Auswanderung erfuhren, zutiefst empört darüber, dass ihnen diese Beute von den Händen entglitten war. Sie verfolgten die Auswanderer. Doch als die Männer den Hafen erreichten, war das Schiff abgefahren und sie mussten enttäuscht umkehren. In Abessinien erwartete die Muslime ein äußerst friedliches Leben, ja, nach langem Flehen zu Gott gelang ihnen die Befreiung von den Leiden der Quraisch.

Allerdings waren, wie einige Historiker berichteten, die Auswanderer noch nicht allzu lange in Abessinien, als das Gerücht sie erreichte, dass die gesamten Quraisch zum Islam konvertiert seien und in Mekka jetzt Frieden herrsche. Diese Nachricht hatte zur Folge, dass die meisten Auswanderer ohne nachzudenken zurückkehrten. Als sie sich jedoch Mekka näherten, erfuhren sie, dass diese Nachricht falsch war. Jetzt hatten sie mit enormen Schwierigkeiten zu rechnen. Letztendlich kehrten einige schon auf dem Weg um und andere trafen heimlich oder mithilfe einer einflussreichen und mächtigen Person in Mekka ein. Dieser Vorfall ereignete sich am fünften Tag des Monats šawwāl im Jahre fünf nach der erstmaligen Verkündung des Islam. Das heißt, seit dem Beginn der Auswanderung und der Rückkehr der Auswanderer waren nur zwei bis drei Monate vergangen. Nun denn, Tatsache ist, dass das Gerücht völlig falsch und unbegründet war. Es wurde wahrscheinlich von den Quraisch nur verbreitet, um die Auswanderer aus Abessinien zurück zu locken und ihnen zu schaden. Obgleich bei näherer Betrachtung das Gerücht und die Geschichte der Rückkehr der Auswanderer an sich abwegig erscheinen, so ist es doch, angenommen diese Begebenheit ist wahr, gut möglich, dass hierfür jenes Ereignis der Auslöser war, welches in einigen Ahadith zu finden ist und auch in Buḫārī Erwähnung findet.

(Denn wenn jene Überlieferungen betrachtet werden, die besagen, dass Hadhrat Usman (ra) beispielsweise einige Jahre dort verbracht hat, ist diese Überlieferung falsch. Und wenn die Aussagen mit der Rückkehr von einigen Monaten als wahr erachtet werden, ist die erste Überlieferung falsch und jene, mit den wenigen Monaten richtig. Nun, Hadhrat Mirza Bashir SahibsRA Nachforschungen ergeben, dass die Überlieferungen mit der Rückkehr nach wenigen Monaten nicht richtig sind.)

ErRA schreibt: Angenommen diese Begebenheit ist wahr, gut möglich, dass hierfür jenes Ereignis der Auslöser war, welches in einigen Ahadith zu finden ist und auch in Buḫārī Erwähnung findet: Einmal rezitierte der Heilige ProphetSAW im Hofe der Kaaba die Sure an-Naǧm. Anwesend waren auch viele Häuptlinge der Ungläubigen sowie einige Muslime. Nach dem Beenden der Rezitation der Sure, warf sich der Heilige ProphetSAW nieder und mit ihm warfen sich sowohl alle anwesenden Muslime als auch die Ungläubigen nieder. Der Grund für die Niederwerfung der Ungläubigen wurde im Hadith nicht genannt. Aber es scheint, dass der Heilige ProphetSAW die Verse Allahs auf eine äußerst bewegende Weise rezitierte. Zugleich waren es auch jene Verse, in denen die Einheit Gottes, Seine Macht und Seine Erhabenheit auf eine überaus schöne und klare Art dargestellt und an Seine Güte erinnert wurde. Ferner wurden die Quraisch auf eine äußerst majestätische und Ehrfurcht einflößende Weise gewarnt, dass, wenn sie mit ihren Grausamkeiten nicht aufhören, ihnen das gleiche Schicksal wie den Völker vor ihnen widerfahren werde, welche die Gesandten Gottes leugneten. Im letzten Vers wurde geboten, sich vor Allah niederzuwerfen. Als der Heilige ProphetSAW und die Muslime sich unmittelbar nach der Rezitation dieser Verse niederwarfen, hatten diese Verse und der Anblick solch eine wundersame Wirkung auf die Quraisch, dass sie sich unwillkürlich mit den Muslimen niederwarfen. Daran ist nichts Verwunderliches, denn unter den hier erläuterten Umständen kann das menschliche Herz in Befangenheit geraten und unwillkürlich eine Tat begehen, die eigentlich gegen die Normen seines Glaubens verstößt. (Es muss nicht sein, dass man unbedingt eine Tatsache akzeptiert hat, sondern gewisse Handlungen können auch unbewusst geschehen.)

So sehen wir, dass zu Zeiten von schwerer und plötzlicher Bedrängnis auch ein Atheist: „O Gott!“, oder „Rām! Rām!“ ausruft. (Ich habe auch einige Atheisten dazu befragt und sie stimmen mit dieser Sache überein, dass auch wenn sie nicht an Gott glauben bei einer furchterregenden Situation den Namen Gottes ausrufen.)

Die Quraisch waren ja keine Atheisten, sondern glaubten an das Wesen Gottes. Als sich also die Gemeinschaft der Muslime nach den majestätischen und Ehrfurcht einflößenden Worten plötzlich niederwarf, hatte dies eine derart magische Wirkung, dass die Quraisch sich unwillkürlich auch niederwarfen. Doch so ein Einfluss ist in der Regel nur von kurzer Dauer und der Mensch kehrt schnell zu seinem ursprünglichen Zustand zurück, was auch hier der Fall war. Denn als die Quraisch sich wieder erhoben, waren sie noch die gleichen Götzenanbeter wie zuvor.

Dies ist eine Begebenheit, die durch die authentischen Ahadith belegt ist. Wenn also die Geschichte der Rückkehr der Auswanderer aus Abessinien wahr ist, so scheint es, dass die Quraisch, die stets darauf bedacht waren, die Auswanderer aus Abessinien zurückzuholen, wahrscheinlich diesen Anlass genutzt und das Gerücht verbreitet haben, dass sie zum Islam konvertiert seien und die Muslime in Mekka nun unbeschränkt in Frieden leben. Als dieses Gerücht die Auswanderer nach Abessinien erreichte, waren sie natürlich sehr erfreut und kehrten im Eifer ihrer Freude zurück. Als sie sich jedoch Mekka näherten, erfuhren sie die Wahrheit, worauf einige heimlich und andere unter dem Schutz irgendeines mächtigen und einflussreichen Häuptlings der Quraisch Mekka betraten, während andere wiederum umkehrten. Wenn also in dem Gerücht der Konvertierung der Quraisch von Mekka auch nur ein Funken Wahrheit enthalten ist, so war dieser ausschließlich auf dem Vorfall der Niederwerfung nach der Rezitation der Sure an-Naǧm beschränkt.  واللهُ أَعْلَمُ[4]

Gewiss, wenn also die Einwanderer von Abessinien zurückgekehrt waren, so sind die meisten aber auch wieder umgekehrt. Denn die Quraisch wurden immer grausamer, ihre Tyrannei fortwährend heftiger. Folglich begannen auch andere Muslime auf Geheiß des Heiligen ProphetenSAW, heimlich Vorbereitungen zur Auswanderung zu treffen und bei Gelegenheit nach und nach die Stadt zu verlassen. Die Serie der Auswanderung begann, so dass schließlich die Zahl der Auswanderer nach Abessinien auf 101 Personen, darunter 18 Frauen, anstieg. In Mekka blieben zusammen mit dem Heiligen ProphetenSAW nur einige wenige Muslime zurück. Manche Historiker haben diese Auswanderung als „die zweite Auswanderung nach Abessinien“ bezeichnet.

Hadhrat Mirza Bashir Ahmad SahibRA schreibt weiter in seiner Analyse:

Es gibt indes einen weiteren Aspekt, der das gesamte Ereignis mitsamt Gerücht und Rückkehr der Auswanderer komplett in Frage stellt. In der Geschichte ist der Beginn der Auswanderung auf den fünften raǧab nach der Verkündung datiert. Und der Zeitpunkt der „Niederwerfung“ wurde auf den fünften Ramadan nach der Verkündung datiert. Ebenso ist überliefert, dass aufgrund des Gerüchts die Rückkehr der Auswanderer aus Abessinien im fünften šawwāl nach der Verkündung stattgefunden hätte.

Das heißt, dass zwischen dem Beginn der Auswanderung und der Rückkehr der Auswanderer nur ein Abstand von zwei bis drei Monaten lag; und wenn man die Zeit der „Niederwerfung“ hinzuzählt, liegt der Abstand bei nur einem Monat. Nun war es zu jener Zeit absolut unmöglich, in dieser kurzen Zeitspanne drei Reisen zwischen Arabien und Abessinien zu unternehmen. Das heißt, dass die Muslime zuerst von Mekka nach Abessinien zogen und dann jemand die Nachricht von der Konversion der Quraisch zum Islam nach Abessinien übermittelte, wonach dann die Muslime von Abessinien sich wieder auf dem Weg machten und nach Mekka zurückkehrten. Die Absolvierung dieser drei Reisen (ohne die zusätzliche Zeit mitgerechnet, die für diverse andere Angelegenheiten verbraucht wird), war in einer so kurzen Zeit absolut unmöglich. Darüber hinaus war es unvorstellbar, dass zwischen dem Zeitpunkt der „Niederwerfung“ und der angeblichen Rückkehr der Auswanderer zwei Reisen hätten unternommen werden können. Denn damals musste man sich, um von Mekka nach Abessinien zu reisen, zuerst nach Süden begeben, dann von dort aus mit einem Boot, welches nicht immer vorhanden war, das Rote Meer überqueren, um an die Küste Afrikas zu gelangen. Anschließend musste man bis nach Aksum, der Hauptstadt von Abessinien reisen, welche recht weit von der Küste entfernt lag. Bei den langwierigen Reisen der damaligen Zeit dauerte eine solche Reise nicht weniger als eineinhalb bis zwei Monate. Unter diesem Gesichtspunkt ist dieser Vorfall an sich schon falsch und unbegründet. Doch angenommen, hier wäre ein Funken Wahrheit enthalten, so war es sicherlich nicht mehr als das, was oben bereits erwähnt wurde. واللهُ أَعْلَمُ[5]

Was auch immer die Ursachen davon gewesen sind, nach einiger Zeit kam Hadhrat UsmanRA von Abessinien zurück. Über die Auswanderung von Hadhrat UsmanRA nach Medina und über die Verbrüderung überliefert Muhammad Bin Jafar Bin Zubair, dass als Hadhrat UsmanRA von Mekka nach Medina ausgewandert ist, so hat er im Haus von Hadhrat Aus Bin Thabit Halt gemacht, dem Bruder von Hassan Bin Thabit aus dem Stamme Najar.

Musa Bin Muhammad überliefert von seinem Vater, dass der Heilige ProphetSAW zwischen Hadhrat Usman und Hadhrat Abdur Rehman bin AufRA den Bund der Brüderschaft geschlossen hat.

Gemäß einer Überlieferung wurde zwischen dem Vater von Hadhrat Shaddad Bin Aus, Hadhrat Aus Bin Thabit und zwischen Hadhrat UsmanRA der Bund der Brüderschaft geschlossen. Und es wird auch berichtet, dass mit Hadhrat Abu Ubada Saad Bin Usman Zurraqi der Bund der Brüderschaft von Hadhrat UsmanRA geschlossen wurde. Gemäß einer anderen Überlieferung hat der Heilige ProphetSAW die Brüderschaft mit Hadhrat UsmanRA mit sich selbst geschlossen.

So steht in ṯabaqātu lkubrā: Ibn-e Labiba berichtet, dass als Hadhrat UsmanRA belagert wurde, also in den letzten Tagen, als die Feinde ihn belagert hatten und viele Sanktionen auferlegt hatten, so schaute er aus einem Fenster hinaus und fragte die Leute: „Ist Talha unter euch?“ Sie sagten: „Ja, er ist anwesend.“ ErRA sagte zu ihnen: „Ich schwöre auf Allah und frage dich (das sagte er zu Talha), weißt du denn noch, als der Heilige ProphetSAW zwischen den muhāǧirīn und anṣār das Bündnis der Bruderschaft geschlossen hatte, so hat erSAW damals, sich selbst mit mir verbrüdert.“ Daraufhin sagte Hadhrat TalhaRA: „Bei Allah, das ist korrekt.“ 

Darauf wurde Hadhrat TalhaRA gefragt: (Es waren Feinde, die das Haus von Hadhrat UsmanRA belagert hatten und sie fragten ihn) „Was hast du denn getan?“ TalhaRA antwortete mit großem Mut: „Hadhrat UsmanRA hatte mich unter dem Schwur Allahs befragt und worüber er gefragt hatte, so ist die Sache vor meinen Augen geschehen. Sollte ich denn nicht dies bezeugen? Ich kann ja nicht lügen, wenn ihr mich dafür angreifen wollt, so könnt ihr dies tun.“

Der Tod von Hadhrat RuqaiyyaRA und die Hochzeit mit Hadhrat Umme KulsumRA von Hadhrat UsmanRA werden wie folgt erwähnt. Abdullah Bin Muknif Bin Harisa Ansari überliefert:

Als der Heilige ProphetSAW für die Schlacht von Badr aufgebrochen war, so hat er Hadhrat UsmanSAW bei seiner Tochter Hadhrat RuqaiyyaRA zurückgelassen. Sie war erkrankt und starb an jenem Tag, als Hadhrat Zaid Bin Harisa mit der Frohkunde des Sieges nach Medina eilte, den Allah dem Heiligen ProphetenSAW in Badr gewährt hatte. Der Heilige ProphetSAW hat für Hadhrat UsmanRA aus der Kriegsbeute von Badr einen Teil festgelegt. Und sein Teil war gleich groß wie die Anteile der anderen, die an der Schlacht von Badr teilgenommen haben.

Von Hadhrat Abu HurairaRA wurde überliefert, dass der Heilige ProphetSAW Hadhrat UsmanRA auf der Türschwelle der Moschee antraf. Und er sagte: „O Usman, das ist Gabriel. Er hat mir die Kunde gegeben, dass Allah das nikāḥ von Umme KulsumRA gleich der Morgengabe von Ruqaiyya und aufgrund deines schönen Umgangs mit ihr, mit dir festgelegt. Also die Ehe der zweiten Tochter, so beabsichtigt es Allah, soll auch mit Hadhrat UsmanRA geschlossen werden.

Hadhrat AishaRA überliefert, dass als der Heilige ProphetSAW die Ehe von Umme KulsumRA mit Hadhrat UsmanRA geschlossen hatte, so sagte er zu Hadhrat Umme Aiman: „Bereitet meine Tochter Umme Kulsum vor und bringt sie zu Usman nach Hause. Und sie sollen vor ihr die Trommel schlagen.“ Sie taten es, wie ihnen geheißen wurde.

Der Heilige ProphetSAW kam nach drei Tagen zu Hadhrat Umme KulsumRA und er sagte: „O meine liebe Tochter, wie hast du denn deinen Ehemann befunden?“ Umme Kulsum antwortete: „Er ist der beste Ehemann.“

Hadhrat Umme KulsumRA lebte bei Hadhrat UsmanRA bis zum neunten Jahr nach der Auswanderung. Danach erkrankte sie und starb. Der Heilige ProphetSAW hat ihr Totengebet geleitet und setzte sich an ihr Grab.

Hadhrat Anas überliefert, dass er den Heiligen ProphetenSAW beim Grab von Hadhrat Umme KulsumRA in solch einem Zustand sitzen gesehen hat, dass seineSAW Augen voller Tränen waren.

In der Überlieferung von Buḫārī lässt sich diese Überlieferung wie folgt finden: Halal hat von Hadhrat Anas Bin MalikRA überliefert. Er sagte: Wir waren beim Totengebet der Tochter des Heiligen ProphetenSAW anwesend. Der Heilige ProphetSAW saß bei dem Grab und ich sah, dass seine Augen Tränen vergossen. In einer Überlieferung heißt es, dass der Heilige ProphetSAW bei dem Tod von Umme KulsumsRA sagte: „Hätte ich eine dritte Tochter, so hätte ich auch diese mit Usman verheiratet.“

Hadhrat Ibn-e Abbas überliefert, dass der Heilige ProphetSAW an einem Ort vorbeikam, so sah er, dass Hadhrat UsmanRA dort saß und in der Trauer um Hadhrat Umme KulsumRA, der Tochter des ProphetenSAW, weinte. Der Überlieferer sagt: Mit dem Heiligen ProphetenSAW sind seine zwei Gefährten Hadhrat UmarRA und Hadhrat Abu BakrRA gewesen. Der Heilige ProphetSAW fragte: „O Usman, wieso weinst du?“ Hadhrat UsmanRA sagte: „O Prophet AllahsSAW, ich weine deshalb, weil ich nicht mehr ihr Schwiegersohn bin. Beide Töchter sind verstorben.“

Der Heilige ProphetSAW sagte: „Weine nicht. Ich schwöre bei dem Wesen, in dessen Besitz mein Leben ist, hätte ich 100 Töchter gehabt, die nacheinander gestorben wären, so hätte ich eine nach der anderen mit dir verheiratet. Bis letztendlich nicht einmal eine von den 100 übrig wäre.“ Das war ein Ausdruck der Liebe, die auf beiden Seiten bestand. Es war eine Besorgtheit von Hadhrat UsmanRA. Doch der Heilige ProphetSAW hielt den Verwandtschaftsgrad mit ihm aufrecht und versicherte ihm, dass diese Verwandtschaft bestehen bleibt. Die restliche Biografie wird in Zukunft weitergeführt.

Wie ich bereits in jeder meiner ḫuṭba dazu auffordere und hinweise, sollten sie auch weiterhin für die Menschen in Pakistan, für die dortigen Ahmadis beten. Unsere Feinde versuchen alles in ihrer Macht stehende, um uns einzuschränken. Doch sie wissen nicht, dass es auch noch ein erhabenes Wesen gibt, nämlich Allah den Erhabenen, dessen Dekret auch allmählich näher rückt. Wenn seine Strafe auf sie fällt, wird keiner diese von ihnen hinwegnehmen können. Möge Allah diesen Menschen Vernunft geben und mögen sie ihren Verstand gebrauchen und Gerechtigkeit walten lassen und sich von Unrecht und Übertretung fernhalten. Genauso sollten Sie auch für die Ahmadis in Algerien beten. Möge ihr Glaube bestehen bleiben. Ebenso nimmt die Feindschaft an einigen anderen Stellen gegenüber den Ahmadis zu. Möge Allah jeden Ahmadi auf jeglicher Art und Weise beschützen.

Nach den Gebeten werde ich einige Totengebete verrichten. Ich werde an dieser Stelle auch kurz über sie berichten.

Als erstes werde ich über Maulana Sultan Mahmood Anwar Sahib, den ehemaligen Nazir Islah-o-Irshad Markazia berichten. Er hatte auch die Ämter des Nazir Khidmat-e-Darweshan und Nazir Islah-o-Irshad Rishta Nata inne. Am 11. Januar im Alter von 88 Jahren ist er in Rabwah verstorben. Allah gehören wir und zu Ihm kehren wir zurück. Sein Vater hieß Chaudhary Muhammad Din und seine Mutter hieß Rahmat Bibi. Sein Vater legte im Jahr 1928 auf der Hand von Hadhrat Khalifatul Masih II.RA das Treuegelöbnis ab und trat so der Ahmadiyyat bei. Maulana Sultan Mahmood Anwar Sahib war sein einziger Sohn. Maulana Sultan Mahmood Anwar Sahib hat nach dem Erlangen seiner mittleren Schulreife sich im Jahr 1946 in der Madrasa-e-Ahmadiyya in Qadian eingeschrieben. Nach der Gründung von Pakistan ist er zur Jamia Ahmadiyya in Ahmadnagar gegangen. Dort hat er dann im Jahr 1952 die Prüfung zum „Maulavi Fazil“ abgelegt. Anschließend hat er im Jahr 1956 das šāhidDiplom erhalten. Er heiratete Frau Mahmooda Shaukat Sahiba, die Tochter von Herrn Chaudhary Saadudin Sahib. Ihr Nikāḥ wurde auf der Jalsa Salana im Jahre 1960 von Maulana Jalal-ud-Din Shams Sahib geleitet. Er hatte vier Söhne und zwei Töchter. Einer seiner Söhne, Hasaan Mahmood, ist ein Waqf-e-Zindgi, der in Rabwah in den Abteilungen des Tehrik-e-Jadids die Möglichkeit erhält, seinen Dienst zu erbringen. Der erste Ort, an dem Maulana Sahib stationiert wurde, war Gujrat. Anschließend diente er in verschiedenen Städten von Pakistan als Murabbi-e-Silsila.

Von 1974 bis 1978 lebte er auch in Ghana. Das ist die Zeit, in der auch ich dort war. Dort habe ich gesehen, wie selbstlos er seinen Dienst dargebracht hat. Von 1982 bis 1983 war er auch der Sekretär der Majlis Karpardaz. Dann wurde er im Jahr 1983 zum Sadr Majlis Karpardaz bestimmt. Von 1983 bis 1998 war er der Nazir Islah-o-Irshad Markazia. Anschließend war er bis 2011 Nazir Khidmat-e-Darweshan. Dann war er von 2011 bis 2017 Nazir Rishta Nata. Im Jahr 2017 ist er aufgrund seiner Krankheit in Rente gegangen. Er war sehr bewandert im Bereich des Tablighs, in der Art und Weise mit Menschen zu sprechen und im Halten von Reden. Es gibt etliche solcher Ereignisse von ihm, in denen er mit Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit Debatten zu kontroversen Thematiken führte und er sehr kompetente und akademische Antworten gab. Wie bereits erwähnt, war er ein sehr guter Referent, der die Zuhörer in seinen Bann zog. Die Murabbian, die mit ihm gearbeitet haben, schrieben, dass er uns mitgezogen hat. Jeder von ihnen schrieb, dass er äußerst barmherzig ihnen gegenüber war. Er verrichtete stets das tahaǧǧud und war regelmäßig in seinen Gebeten und wies auch die Murabbian an, großen Wert dem tahaǧǧud und den Gebeten zu geben. Das Niveau seiner Treue und seines Gehorsams gegenüber dem Khilafat war außergewöhnlich. Auch einige Leiden musste er ertragen. So unter anderem für eine kurze Zeit in der Ära des vierten Khalifen. Doch er verbrachte diese Zeit in einem Zustand des vollkommenen Gehorsams. In dieser Zeit arbeitete er auch unter der Führung anderer Personen. Jemand sprach ihn sogar hierauf an, dass er zuvor selbst ein Nazir war und nun er unter der Führung von einem anderen Nazir arbeiten muss. Seine Antwort hierauf schrieben mir sowohl einige Murabbian als auch seine Tochter. Nämlich: „Der Kalif der Zeit weiß besser, wo jemand für welche Arbeit benötigt wird. Ich habe mein Leben geopfert. Daher werde ich tun, wozu der Kalif der Zeit mich beauftragt, auch wenn ich nur fegen soll.” Anschließend schaffte Allah bessere Bedingungen für ihn. Ich denke, dass dieses Beispiel seiner vollkommene Treue und Gehorsamkeit Anerkennung bei Allah erlangte und so wurde er wieder zu einem Mitglied des Sadr Anjum Ahmadiyya und ebenso wieder zu einem Nazir. 

Wo immer er gearbeitet hat, sei es in Karatschi oder anderen Gebieten, zeigte er stets ein Vorbild an Gehorsamkeit und Unterstützung für den dortigen Amir. Möge Allah ihm gegenüber gnädig sein und ihn vergeben. Möge Er auch den Kindern befähigen, seine frommen Taten fortzuführen. Er hat auch einige Bücher geschrieben. Der Titel eines Buches lautet: „Das Etablieren der Erhabenheit des Glaubensbekenntnisses ist die Identität eines Ahmadis.“ Ein weiteres Buch heißt: „Allah, der Heilige Prophet MuhammadSAW, der Heilige Qur’an und die Kaaba.“ Ein weiterer Titel eines Buches lautet: „Die Angelegenheit über die Gesamtanzahl der Ahmadiyya Jamaat.“ Ein weiterer Titel lautet: „Die Gründe, warum die Durchsetzung der Scharia scheitert.“ Ebenfalls heißt ein Buch: „Die Strafe für blasphemische Äußerungen gegen den ProphetenSAW.“

Kurzum, dies sind die Bücher, die er geschrieben hat. Er hat daher auch geisteswissenschaftliche Arbeit getätigt. Wie ich es bereits erwähnt habe, war er sehr fleißig in seiner Arbeit. Möge Allah ihm gegenüber gnädig sein und ihn vergeben.

Das nächste Totengebet ist über Maulana Muhammad Umar Sahib, dem ehemaligen Nazir Islah-o-Irshad Markazia Qadian. Er war der Sohn von P.K. Ibrahim Sahib. Er ist am 21. Januar im Alter von 87 Jahren verstorben. Allah gehören wir und zu Ihm kehren wir zurück.

Der Verstorbene stammt aus Kerala. Sein Vater Ibrahim Ghutti Sahib war gegenüber der Jamaat sehr feindlich gesinnt. 10 Jahre vor der Geburt von Maulana Sahib ist sein Vater zu einer Geschäftsreise nach Bombay gegangen. Zu dieser Zeit haben in Bombay sehr viele Ahmadis Handel betrieben. Er traf einige Ahmadis aus Bombay und man unterhielt sich über die Glaubenssätze der Ahmadiyya. Als Hadhrat Khalifatul Masih II.RA im Jahre 1924 nach Bombay reiste, hat sein Vater die Ehre erhalten auf der Hand des zweiten KalifenRA in Bombay das Bai’at abzulegen. Später hat er auch die Möglichkeit erhalten nach Qadian zu reisen.

Maulana Umar Sahib ist 1954 nach Qadian gekommen, nachdem das Madrasa-e-Ahmadiyya nach der Teilung Indiens erneut eröffnet wurde. Im Jahre 1955 wurde er in das Madrasa immatrikuliert. 1961 hat er nach der Absolvierung der Madrasa und dem Abschluss des „Maulawi Fazil“ in der Punjab University für ein Jahr in der Madrasa unterrichtet. In seiner Zeit als Student hatte er die Ehre gemäß dem Wunsch des Gefährten des Verheißenen MessiasAS Hadhrat Bhai Abdur Rahman Sahib QadianiRA jeden Tag morgens in seinem Haus den Heiligen Qur’an vorzutragen. Ab dem Jahr 1962 begann er mit dem Tabligh für die Jamaat. Er hat in den großen Städten Indiens gearbeitet und als erfolgreicher Mubaligh gedient. In den Tablighi Sitzungen hat er Reden gehalten. Er hat an der „Debatte von Yadgir“ teilgenommen. Diese historische Debatte verlief über neun Tage und in diesem haben auch Maulana Dost Muhammad Shahid Sahib und Hafiz Muzaffar Sahib als Vertreter der Zentrale teilgenommen. Mit diesen hat er einen sehr wichtigen Beitrag geleistet. In dieser Debatte gab es auch besondere Rechtleitung von Hadhrat Khalifatul Masih IV.RH.

Hadhrat Khalifatul Masih IV.RH hat in einer seiner Ansprachen über ihn lobend gesprochen:

In einigen Jamaat gibt es nur eine Person, die unverzüglich die gesamte Last der Arbeit trägt und Übersetzungen vornimmt und diese publiziert. (d. h. das Durchführen der Übersetzungen der ḫuṭba und das Verbreiten dieser.) Durch den Segen Allahs machen diese Jamaats Fortschritte, denn sie erhalten sofort die Freitagsansprache des Kalifen. Die gesamte Jamaat erlangt Kenntnis über die aktuelle Lage. In Süd-Indien gibt es einige Jamaats, deren Mitglieder der Urdu Sprache nicht mächtig sind. Dort ist Maulawi Muhammad Umar Sahib unser Mubaligh-e-Silsila. Allah hat ihn diese großartige Leidenschaft gegeben, dass er sofort, nachdem er die Stimme des Kalifen vernommen hat, übersetzt und unverzüglich allen Jamaats die Worte zur Verfügung stellt.

Er hat in seiner Arbeit große Anstrengungen unternommen. Er hatte auch die Möglichkeit für ein Jahr in Palästina zu dienen. Ebenfalls hat er die Möglichkeit erhalten den Heiligen Qur’an, viele Bücher des Verheißenen MessiasAS und Magazine in Malayalam und Tamil zu übersetzen. Ich habe ihn im Jahre 2007 zum Nazir Islah-o-Irshad Markazia ernannt und später zum Editional Nazir Islah-o-Irshad Talim-ul-Qur’an und Waqf-e-Arzi und ebenfalls konnte er als Naib Nazir-e-Aala dienen. Er hat auf vorzügliche Weise die Verantwortungen erfüllt. Nach dem Absolvieren der Madrasa-e-Ahmadiyya hat er für insgesamt 53 Jahre gedient. Er hinterlässt vier Töchter. Ebenfalls seine Schwiegersöhne, Enkelkinder und auch Urenkelkinder. Er hatte eine intensive Leidenschaft für den Dienst der Jamaat. Als er auch mit seiner Familie auf private Reisen unterwegs war, war er für gewöhnlich mit Jamaat Aufgaben, insbesondere der Übersetzung beschäftigt.

Der Nationale Sadr von Sri Lanka schreibt: In der Geschichte der Ahmadiyya Jamaat Sri Lanka wird diese außergewöhnliche Zeit für immer festgeschrieben sein. Nämlich, als in der gesegneten Ära von Hadhrat Khalifatul Masih III.RH das erste Mal Maulana Sahib als Markazi Mubaligh durch den Segen Allahs 1978 hierhergekommen ist. In der Jamaat hat sich auf außergewöhnliche Weise eine Reform bzw. eine reine Veränderung gezeigt. Maulana Sahib hat dort einen großen Dienst geleistet.

Im großen Saal des Ramakrishna der Stadt Colombo fand im Jahre 1994 eine außergewöhnliche Rede von Maulana Sahib über das Thema Frieden und Einheit statt, zu der mehr als 400 Menschen zusammenkamen. Vor allem der Vorsitzende der Organisation der Ramakrishna und Hindu Kulturminister des Landes, der geehrte Bhevraj war von der Rede sehr inspiriert. Er lobte die Rede sehr, weil Maulana Sahib aus der Gita zitierte und dadurch die Wahrhaftigkeit des Heiligen ProphetenSAW belegte. Selbst heute noch ist diese historische Rede unter den Leuten bekannt. Er hat vier Bücher des Verheißenen MessiasAS in Tamil übersetzt und über verschieden Themen sieben Bücher selbst auf Tamil geschrieben. Er startete die Jamaat Zeitschrift „Samar Dana Wazri“ im Bezirk Tamil Nadu und veröffentlichte diese über einen langen Zeitraum auch in anderen Regionen. Möge Allah ihm Seine Barmherzigkeit und Gnade erweisen und seine Ränge erhöhen. Amin. Mögen seine Nachkommen stets mit Aufrichtigkeit mit der Jamaat verbunden bleiben.

Das nächste Totengebet handelt von Habib Ahmad Sahib Murabbi Silsila, Sohn von Muhammad Ismael Sahib aus Factory Area Rabwah. Er verstarb am 25. Dezember im Alter von 64 Jahren in Islamabad durch einen Herzinfarkt. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim. Er absolvierte die Jamia im Jahre 1979. Danach erhielt er die Möglichkeit in verschiedenen Bezirken Pakistans zu dienen. 1989 bis 2003 war er in Nigeria eingeteilt. Von September 1998 bis Oktober 2000 war er Amir und Missionary In-Charge von Nigeria. Er vollführte seine Dienste mit Demut. Neben seinen Büro Tätigkeiten bemühte er sich auch Programme für die Erziehung der Personen aus seinem Ort zu organisieren. Neben seiner Ehefrau hinterlässt er drei Töchter und zwei Söhne. Möge Allah ihm Seine Barmherzigkeit und Gnade erweisen und mögen seine Nachkommen stets mit Aufrichtigkeit mit der Jamaat verbunden bleiben.

Das nächste Totengebt handelt über Badr-ul-Zaman Sahib. Seit einiger Zeit war er Mitarbeiter von Wakalat-e-Maal UK. Er verstarb am 03. Januar. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim. Er war ein aufrichtiger und fleißiger Arbeiter. Er wurde im Jahre 1944 in Amritsar geboren. Er war ein gebürtiger Ahmadi. Während er beruflich tätig war, erhielt er die Möglichkeit als Qaid der Majlis Quetta zu dienen. Danach war er Zaim Ansarullah Belutschistan. Im Jahre 1986 wurde er aufgrund der Jamaatzugehörigkeit angeklagt, weshalb er gefangen genommen wurde. Von 1955 bis 1999 diente er in Wakalat-e-Maal Awwal Rabwah. Danach kam er nach London und diente im Raqeem Press und 17 Jahre lang in Additional Wakalat-e-Maal London. Möge Allah ihm Seine Barmherzigkeit und Gnade erweisen.

Das nächste Totengebet handelt von Mansoor Ahmad Taseer Sahib. Er war der Sohn von Maulawi Muhammad Ahmad Naaem Sahib Murabbi Silsila. Er war ein Mitarbeiter u.a. im Büro Amoor-e-Aama in Rabwah. Er war nach London gekommen, um seinen Sohn zu besuchen, als er am 30. Dezember im Alter von 70 Jahren verstarb. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim. Er erhielt die Möglichkeit 25 Jahre lang in verschiedenen Büros der Jamaat zu dienen. Er war ein sehr freundlicher, spiritueller und sanftmütiger Mensch. Er liebte das Khilafat und ermahnte auch stets andere dazu, eine Liebe zum Khilafat zu entwickeln. Er regelte die Fälle mit Geduld und Weisheit. Oft wurden ihm die schwierigen Fälle übergeben und die Parteien kamen wutgeladen zu ihm ins Büro, aber er schaffte es sie mit Liebe zu besänftigen und den Fall zu klären. Er hatte eine sehr große Leidenschaft für die Dienste der Jamaat.

Über die besondere Leidenschaft des Dienstes für die Jamaat schreibt seine Ehefrau: „Es war der Tag des Walimas seiner Tochter Dr. Fariha Mansoor Sahiba. An diesem Tag wollte er sich früh morgens ins Büro begeben, als ich sagte: Heute findet die Hochzeit statt. Nehmen Sie sich heute frei. Er antwortete: Die Einladung ist für 14:00 Uhr. Wieso sollte ich bis dahin meine Zeit verschwenden? Ich gehe ins Büro und werde pünktlich zur Feier erscheinen.“

Seine Vorsteher behandelte er mit Respekt und Anstand. Wenn es zu einer Meinungsverschiedenheit kam, gab er ihnen seine Auffassung in einer respektvollen Weise bekannt. Er hinterlässt seine Ehefrau Rakhshanda Sahiba und zwei Söhne sowie zwei Töchter. Möge Allah ihm Seine Barmherzigkeit und Gnade erweisen. Ich kenne ihn seit meiner Kindheit. Wir waren zusammen in der Schule. Er war ein sehr anständiger Mensch, der ein sehr freudiger Mensch war. Er wurde nie wütend und geriet nie in Streitigkeiten und diese Eigenschaften behielt er bis zum Schluss. Sehr oft hat er Menschen miteinander versöhnt.

Das nächste Totengebet ist von Dr. Idhi Ibrahim Umanga aus Tansania. Er verstarb am 9. Dezember im Alter von 73. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir zurück. Er schrieb sich im medizinischen Fachbereich der Makerere-Universität in Uganda ein und hatte mit der Gnade Allahs die Ehre der erste Ahmadi Arzt Ost-Afrikas zu sein. Er hatte die Ehre, schon in seiner Jugend das Bai‘at abzulegen. Schon seit seiner Schulzeit nahm er an religiösen Veranstaltungen teil. Aufgrund unzähliger Kritik von sogenannten islamischen Gelehrten gegen die Jamaat, wurde in seinem Herzen ein Interesse geweckt, sich über die Jamaat zu erkundigen. Genau zu dieser Zeit traf er den Mubaligh-e-Silsila Shaikh Abu Talib Sandhi Sahib, der auch sein Verwandter war. Als sie über diese Vorwürfe sprachen, gab Shaikh Sahib nicht nur Antworten zu diesen erfundenen Vorwürfen, sondern zeigte ihm den von der Jamaat publizierten Heilige ’Qur‘an mit Swahili-Übersetzung und weitere Bücher. Nach ihrer Lektüre legte Dr. Sahib das Treuegelübde ab. Mit der Gnade Allahs erfüllte er den Eid seines Treuegelübdes bis zum letzten Atemzug. Er war stets beschäftigt zu jeder Zeit, an Menschen jeder Schicht die Botschaft vom Islam und Ahmadiyya zu bringen. Er hatte für Tabligh in seinem Herzen eine Leidenschaft, weshalb er unter Ahmadi und Nicht-Ahmadi oftmals besonders bekannt war. Oft trug er in seiner Tasche Bücher und Broschüren der Jamaat zum Markt und verkaufte sie dort. Leute fragten, wieso er als Arzt dort Bücher verkaufe. Er antworte in einem sehr erfreuten Ton: „Wenn ich im Krankenhaus bin, behandele ich den Körper, während ich hier die Seele behandele. Diese beiden Dinge können nicht getrennt werden und es sollte auch keines der beiden außer Acht gelassen werden.“ Er hatte eine Beziehung von ungeheurer Liebe und Glauben zum Khilafat. Er erzog seine Kinder entsprechend islamischer Lehre. Er schenkte ihrer Erziehung und Bildung besondere Aufmerksamkeit. Folglich verrichtete er mit seinen Kindern Zuhause das gemeinschaftliche Gebet. Zuhause hatte er auch eine Bücherei angelegt, in der neben Bücher verschiedener Wissensbereiche auch Bücher der Gemeinde waren. Er betete auch selbst für die Standhaftigkeit seiner Kinder zur Ahmadiyyat, also dem wahren Islam, und bat auch andere immer wieder darum. Er war verbunden mit der Jamaat. Auch alle seine Kinder sind mit der Institution der Jamaat verbunden und haben, wie ihr Vater, eine fromme Persönlichkeit. Möge Allah sie immer verbunden halten und sie die Gebete und frommen Wünsche ihres Vaters erfüllen lassen. Möge Allah Dr. Sahib vergeben und mit ihm gnädig sein und seinen Rang erhöhen.

Das nächste Totengebet ist von Sughra Begum Sahiba, die Ehefrau von Deen Muhammad Sahib Nagli Darwesch von Qadian. Sie ist am 6. Januar im Alter von 85 Jahren verstorben. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim. Sie war die Tochter von Hadhrat Hakim Muhammad Ramzaan SahibRA, einem Gefährten des Verheißenen MessiasRA. Sie war regelmäßig in ihren Gebeten und dem Fasten. Sie verrichtete das tahaǧǧud-Gebet regelmäßig. Sie war gastfreundlich, geduldig, dankbar, fleißig, mitfühlend und hatte weitere viele gute Eigenschaften. Sie war eine fromme Frau. Sie hatte eine sehr liebevolle Bindung zum Khilafat. Viele Jahre diente sie in der Lajna Imaillah als Sekretärin Khidmat-e-Khalq. Die Verstorbene war Musiya. Sie hinterlässt zwei Söhne und zwei Töchter. Einer ihrer Söhne, Herr Bashiruddin Sahib, konnte 40 Jahre dienen. Ihr zweiter Sohn, Muniruddin Sahib, dient aktuell im Nizaam-e-Tameer in Qadian. Möge Allah der Verstorbenen vergeben und gnädig sein. Möge Er auch ihre Kinder dazu befähigen ihre guten Taten fortzuführen.

Als nächstes wird der geehrte Chaudhry Karamatullah Sahib erwähnt. Er ist am 26. Dezember im Alter von 95 Jahren verstorben. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim. Der Verstorbene war der Enkel eines Gefährten des Verheißenen MessiasAS Hadhrat Chaudhry Shah Din Sahib Ghatiyalian. Ihm wurde die Ehre zuteil bei der Ankunft des Verheißenen MessiasAS in Sialkot das Bai‘at an seiner Hand abzulegen. Der Verstorbene besaß tugendhafte Eigenschaften, war ein sehr liebender, einfacher, auf die Bedürfnisse der Bedürftigen Wert legender, in jeder Lage Allah gegenüber Dank erweisender und reiner Mensch. Sein Sohn Sohail Sahib schreibt, dass er besonderen Wert auf Gastfreundschaft legte und das kam vor allem dann zum Vorschein, wenn Personen, die Waqf-e Zindagi waren, während Reisen, zwecks Jamaat-Angelegenheiten, nach Sindh kamen. Er (der Verstorbene) hatte auch die Möglichkeit in der Furqan Force zu dienen. Von 1983 bis 2018 hat er in der Abteilung Al Fazl International als auf freiwilliger Basis gedient. Er hat sein Zuhause von Beginn an für Jamaat-Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. In dem Haus, wo er wohnte, hat er einen Bereich als Gebetszentrum fertigstellen lassen. Seine Töchter dienen in verschiedenen Abteilungen der Jamaat. Ebenfalls dient sein Sohn der Jamaat. Ein Enkelsohn von ihm ist Farhad Ahmad, er ist Murabbi Silsila hier in UK und dient in der Presse und Medien Abteilung. Möge Allah dem Verstorbenen vergeben und ihm gnädig sein. Und möge Allah seinen Kindern und Nachkommen ermöglichen seine guten Taten weiterzuführen.

Das nächste Totengebet ist von Munawar Ahmad Khalid Sahib aus Deutschland. Er ist am 20. August im Alter von 85 Jahren verstorben. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim. Der Verstorbene pflegte eine innige Beziehung zum Nizam-e-Jamaat. Er nahm gern an Tabligh und Tarbiyyat Aktivitäten teil. In Deutschland hatte er zu verschiedenen Zeiten die Möglichkeit als Sadr und Generalsekretär zu dienen. In der Ansarullah hatte er auch die Möglichkeit in verschiedenen Ämtern zu dienen. Darüber hinaus, als er in Pakistan gewesen ist, hatte er die Möglichkeit für die Grundstücke der Tehrike Jadid, als Vorsitzender zu arbeiten. Zum Khilafat pflegte er innige aufrichtige Beziehung. Der Verstorbene war Musi. Er hinterlässt neben einer Ehefrau fünf Söhne und sechs Töchter.

Als nächstes werde ich auf Nasira Begum Sahiba eingehen, Ehefrau von Ahmad Sadiq Sahib Mahmood, dem pensionierten Murabbi-e-Silsila aus Bangladesch. Sie ist am 27. November verstorben. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim. Die Verstorbene ist von Malawi Muhammad Sahib, dem ehemaligen nationalen Amir, die Tochter gewesen. Sie achtete auf ihre Gebete und dem Fasten, war eine gastfreundschaftlich, liebevolle, dankbare und aufrichtige Frau. Während dem Monat Ramadan rezitierte sie regelmäßig den Heiligen Qur‘an und beendete ihn. Darüber hinaus besaß sie viele weitere Fähigkeiten und Eigenschaften. Möge Allah ihr gegenüber Gnade walten lassen und sie vergeben.

Als nächstes werde ich Rafiuddin Butt Sahib erwähnen. Er ist am 6. Dezember im Alter von 92 Jahren verstorben. Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim. Er war der Sohn von Hadhrat Maulawi Khair Deen Sahib, einem Gefährten des Verheißenen MessiasAS. Durch Allahs Gnade hat er in seinen Jugendjahren sich dem Nizam-e-Wassiyat angeschlossen. Er hatte auf verschiedenste Weise die Möglichkeit der Jamaat zu dienen. Im Bezirk Narowal war er Sadr Jamaat und auch als Amir des Halqa Wakend hatte er die Möglichkeit zu dienen, ebenso war er auch Sadr der Wakend Jamaat. Auch hatte er die Ehre asīr-e rāhe maulā [Gefangener auf dem Weg Allahs] zu sein. Er hinterlässt vier Töchter und einen Sohn. Ein Schwiegersohn von ihm, Naseem Ahmad Sahib, dient in Nigeria als Mubaligh. Möge Allah dem Verstorbenen Seine Gnade und Vergebung erweisen.

Möge Allah die Ränge all dieser Verstorbenen erhöhen und ihnen einen Platz bei ihren Liebsten gewähren. Wie ich bereits sagte, werde ich nach dem Gebet das namāz-e ǧanāza ġāʾib [Totengebet in Abwesenheit] verrichten.


[1] ʿām al-fīl

[2] Dirāyat bedeutet, dass ein Hadith mit der Vernunft vereinbar ist und einer

wahren Begebenheit entspricht.

[3] Das Siegel der Propheten

[4] „Und Allah weiß am besten.“

[5] „Und Allah weiß am besten.“

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